Diese Homepage soll all denen gewidmet sein die das böhmisch - schlesische Riesengebirgsland - unser Heimatland - tief in ihrem Herzen tragen sei es durch Erinnerungen an unbeschwerte Kindheitstage oder durch unbeschreibbare Eindrücke die durch einen Besuch dieser geheimnisvollen Zuflucht des alten Berggeistes Rübezahl zustande kamen.
Zugleich möchte jedem Natur- und Wanderfreund aus dieser immer noch faszinierenden wildromantischen Bergwelt heraus zurufen : Wandern Sie mit mir auf den Pfaden der Geschichte durch dieses wundervolle Gebirge.Vor allem durch den böhmischen Teil des Riesegebirges,denn es ist weitläufiger und abwechslungsreicher als der schlesische.
Wenn ich an meine Heimat denke
wird mir das Herz unsagbar schwer
Ich sah das Dorf, die stillen Winkel
und alles schöne was einst war.
Doch welch ein Graus,
nach all den Jahren
mußt ich erfahren,
wo sind die Teiche
die dem Dorf
die Schönheit gaben
wo wir als Kinder
spielten
auf dem Eis an Wintertagen
Der Friedhof liegt gar öd und leer
kein Kreuz der Ahnen ziert ihn mehr
Die Häuser erkennt man nicht wieder
wo in den Gärten blühte Flieder
zerfallen ist alles ringsumher
auch das Elternhaus, es gibt's nicht mehr
So leb denn wohl du stilles Tal
geliebte Heimat immerdar
In stillen Stunden will ich an dich denken
wie schön es einmal dort zu Hause war
...das die Größe und eigenartige Schönheit einer Region nur dann
wirklich verstanden werden kann, wenn man sie mit der Seele aufsucht.
So wandert man auf dem Riesen-Kamm entlang über
das Hohe Rad und die Sturmhaube zum Reifträger und genießt dabei
atemberaubende Fernsichten ins Böhmische Paradies, in den weiten Hirschberger
Talkessel, hinüber ins nahegelegene Isergebirge und in die Lausitz.
Hier findet man Wiesen mit seltenen Gebirgsblumen, kristallklare Gebirgsbäche,
stille und sonnendurchflutete Winkel und Täler.Von den bunten, blumerreichen Bergmatten ganz zu schweigen,
die zugleich zu den wertvollen Erscheinungen der Riesengebirgslandschaft gehören. Eine Natur, wo sich
Geist und Seele erholen können.
Und
wer einmal hier war den läßt die Landschaft mit ihren atemberaubenden
Naturschönheiten erahnen wie hier einst einfache rechtschaffende und
fleissige Menschen die trotz der Kargheit des Lebens nie die Volksfrömmigkeit
und Liebe zur Heimat verloren haben gelebt und gearbeitet haben.
Neben meinen Erlebnissen auf den vielen interessanten und stillen Wandertouren die ich hier schildern werde möchte ich aber auch noch folgendes in dieser Homepage erreichen :
Die Dörfer und deren Umgebung, in der wir uns aufhalten,wandern oder nur spazieren werden wurden früher von Deutschen und Tschechen bewohnt.Diese Kulturen waren hier schon seit Jahrhunderten ineinander verflochten.
Die Deutschen sprachen Tschechisch und die Tschechen Deutsch. Eigentlich gab es keine Probleme, auch während der Okkupation nicht. Die Vertreibung der Deutschen nach 1945
veränderte das Gesicht des alten Riesengebirges und als dieser Abschub politisch abgeschlossen war kamen neue Siedler aus anderen tschechischen Gebieten. Das Leben wurde für diese Menschen einfacher, Häuser standen leer, man brauchte sie sich nur zu nehmen. Für die Zurückgebliebenen in Böhmen , Schlesien und im Sudetenland begann keine bessere Zeit.
Sie mußten zusehen wie es mit ihrer geliebten Heimat und der Landschaft rapide bergab ging. Die Vertreibung trug nirgendwo Früchte.
Bis heute ist das Riesengebirge immer noch nicht vollkommen in das Bewusstsein der neuen Bewohner integriert. Langsam, sehr langsam beginnt man das aber nun zu begreifen.
Alle haben hier mit diesem Vertreibungssyndrom zu kämpfen. Viele Menschen sind hier nicht richtig sesshaft geworden.
Bis heute leben diese Neusiedler in diesem traumatischen Zustand.
Besonders auf der böhmischen Seite des Riesengebirges kann man das sehr gut beobachten: die Dörfer sind praktisch nicht belebt, verfallen zusehends - mal abgesehen von den Touristenhochburgen - wo Leute mit viel Geld meist aus Prag renommierte Pensionen, Wochenendhäuser und Hotels entstehen lassen.
Feste Einwohner gibt es nicht.
Die wenigen möchten sich nun zu dieser Tradition bekennen und neue Kontakte untereinander entwickeln und pflegen.